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LinkedIn-Akquise: Tools, Vorlagen, Grenzen
Die kurze Antwort
LinkedIn-Akquise heißt, potenzielle Kunden per Kontaktanfrage und Nachricht auf LinkedIn anzusprechen: von Hand, mit LinkedIns eigenem Sales Navigator oder mit einem Automatisierungstool eines Drittanbieters. Die Nutzervereinbarung von LinkedIn verbietet Bots und automatisierten Zugriff. Wer automatisiert, riskiert also eine Kontoeinschränkung. Die meisten Teams nehmen E-Mail als zweiten Kanal dazu. Mit EmailFlow OS besteht dieser E-Mail-Schritt aus einer einzigen Videoaufnahme. Sie wird für jeden Empfänger personalisiert und über Ihr eigenes Brevo-Konto und Ihre eigene Domain versendet.
In diesem Artikel
- Wie funktioniert LinkedIn-Akquise?
- Welche Tools gibt es für die LinkedIn-Akquise?
- Sind Automatisierungstools für LinkedIn erlaubt?
- Was ist eine gute LinkedIn-Akquise-Strategie?
- Wie unterscheidet sich LinkedIn-Kaltakquise von Cold E-Mails?
- Vorlagen für die LinkedIn-Akquise
- Wie bauen Sie LinkedIn-Kampagnen mit einem E-Mail-Schritt auf?
- Was leisten Dienstleister für LinkedIn-Akquise?
- Wo EmailFlow OS ansetzt: der E-Mail-Schritt nach LinkedIn
- Häufige Fragen
Wie funktioniert LinkedIn-Akquise?
Bei der LinkedIn-Akquise, im Englischen meist LinkedIn Outreach genannt, sprechen Sie potenzielle Kunden direkt auf LinkedIn an. In der Regel beginnt das mit einer Kontaktanfrage und einer kurzen Notiz. Wird die Anfrage angenommen, folgt eine Nachricht und manchmal ein Follow-up. Wer nicht mit Ihnen vernetzt ist, erreichen Sie nur über eine Kontaktanfrage oder eine kostenpflichtige InMail. Darin liegt der wichtigste Unterschied zur E-Mail: Auf LinkedIn muss der Kontakt Sie erst annehmen, bevor ein normales Gespräch möglich ist. Per E-Mail können Sie sofort schreiben.
Es gibt noch einen zweiten Unterschied. Ihre LinkedIn-Nachrichten gehen von einem Konto aus, das LinkedIn gehört und das LinkedIn kontrolliert. LinkedIn legt die Obergrenzen für Einladungen fest, entscheidet, wann ein Konto eingeschränkt wird, und bestimmt, was Sie exportieren dürfen. Diese Regeln kann LinkedIn jederzeit ändern, auch ohne Vorankündigung. Wer seine eigene Versanddomain und sein eigenes Brevo-Konto betreibt, sieht den Kontrast sofort: Auf LinkedIn gibt es keinen DNS-Eintrag, keinen Warm-up-Plan und kein Reputations-Dashboard, das Sie selbst steuern. Deshalb behandeln die meisten Praktiker LinkedIn als einen Kanal in einer Sequenz und nicht als die komplette Pipeline.
Welche Tools gibt es für die LinkedIn-Akquise?
Die Tools lassen sich in drei Gruppen einteilen: die kostenpflichtigen Produkte von LinkedIn selbst, Automatisierungstools von Drittanbietern und Tools zur Datenextraktion. Die Tabelle vergleicht sie nach denselben Kriterien: um welche Art Tool es sich handelt, wofür es sich eignet und wo seine Grenzen liegen. Funktionen und Tarife ändern sich häufig. Prüfen Sie deshalb vor dem Kauf die Dokumentation des jeweiligen Anbieters.
| Tool | Typ | Eignet sich für | Wo es an Grenzen stößt |
|---|---|---|---|
| LinkedIn Sales Navigator | Kostenpflichtiges Prospecting-Produkt von LinkedIn: erweiterte Suche, gespeicherte Lead-Listen, InMail | Kontakte innerhalb der LinkedIn-Regeln finden und verfolgen | Jede Nachricht verschicken Sie weiterhin von Hand, und die Daten bleiben bei LinkedIn |
| Dux-Soup | LinkedIn-Automatisierung eines Drittanbieters | Automatisierte Profilbesuche, Einladungen und Nachrichtensequenzen | Automatisierte Aktivität auf LinkedIn fällt unter das Bot-Verbot der Nutzervereinbarung |
| Waalaxy | LinkedIn-Automatisierung eines Drittanbieters | Einladungs- und Nachrichtensequenzen für kleine Teams | Dieselbe Einschränkung durch die Nutzervereinbarung wie bei jedem Automatisierungstool |
| Expandi | LinkedIn-Automatisierung eines Drittanbieters | Sequenzen mit bedingten Schritten | Dieselbe Einschränkung durch die Nutzervereinbarung wie bei jedem Automatisierungstool |
| HeyReach | LinkedIn-Automatisierung eines Drittanbieters | Sequenzen über mehrere LinkedIn-Konten hinweg | Dieselbe Einschränkung durch die Nutzervereinbarung, nur stehen mehrere Konten auf dem Spiel |
| Dripify | LinkedIn-Automatisierung eines Drittanbieters | Drip-Kampagnen mit Einladungen und Nachrichten | Dieselbe Einschränkung durch die Nutzervereinbarung wie bei jedem Automatisierungstool |
| PhantomBuster | Datenextraktion und Workflow-Automatisierung | Profildaten in Listen für andere Tools übernehmen | Scraping fällt unter das Verbot der Nutzervereinbarung, und extrahierte personenbezogene Daten bringen DSGVO-Pflichten mit sich |
Wenn Sie eher Kontaktdaten und Anreicherung brauchen als LinkedIn-Nachrichten, finden Sie diesen Teil des Stacks in unserer Übersicht Akquise-Tools nach Aufgabe sortiert.
Sind Automatisierungstools für LinkedIn erlaubt?
Nach der Nutzervereinbarung von LinkedIn nicht. Der Abschnitt mit den Geboten und Verboten untersagt Software, Bots, Browser-Plug-ins und Erweiterungen, die den Dienst scrapen oder Aktivitäten darauf automatisieren. Jedes Tool aus der Automatisierungsgruppe verstößt damit gegen die Bedingungen, denen Sie beim Anlegen Ihres Kontos zugestimmt haben. Ob LinkedIn das bemerkt, hängt von der eigenen Erkennung der Plattform ab. Wenn ja, folgt typischerweise eine Warnung, eine vorübergehende Einschränkung oder die dauerhafte Schließung des Kontos. Einspruch erheben können Sie nur über das Verfahren von LinkedIn selbst.
Außerdem begrenzt LinkedIn, wie viele Einladungen Sie pro Woche verschicken können. Eine feste Zahl, die für alle Konten gilt, veröffentlicht LinkedIn nicht, und die Grenze hat sich im Lauf der Zeit verändert. Automatisierungstools setzen Tageslimits, um darunter zu bleiben. Der Standardwert eines Tools ist aber nur eine Schätzung, die LinkedIn nicht bestätigt. Und wenn ein einzelnes LinkedIn-Profil Ihre wichtigste Quelle für Termine ist, ist es zugleich ein Single Point of Failure.
Was ist eine gute LinkedIn-Akquise-Strategie?
Eine belastbare Strategie klärt drei Dinge, bevor die erste Nachricht rausgeht:
- Wen: ein klar definiertes Segment nach Rolle, Unternehmenstyp und Auslöser, etwa eine Neueinstellung, eine Finanzierungsrunde oder eine Stellenanzeige. Ist das Segment zu breit, werden die Notizen beliebig.
- Welcher Kanal was übernimmt: LinkedIn für die Vernetzung und einen leichten ersten Kontakt, E-Mail für alles Längere wie eine Zusammenfassung, ein Video oder ein Angebot.
- Wann Schluss ist: eine feste Zahl an Kontaktpunkten pro Kanal. Danach schließen Sie den Kontakt ab und sprechen dieselbe Person nicht über einen anderen Kanal erneut an.
Was nicht funktioniert: sofort nach der angenommenen Anfrage das Angebot zu pitchen, Hunderten Menschen dieselbe Notiz zu schicken und eine angenommene Anfrage als Interesse zu werten. Das Annehmen kostet den Kontakt nichts. Es ist keine Zustimmung, sich ein Verkaufsgespräch anzuhören.
Wie unterscheidet sich LinkedIn-Kaltakquise von Cold E-Mails?
Bei der Kaltakquise auf LinkedIn ist Ihre erste Nachricht eine Kontaktanfrage, und allein LinkedIn entscheidet, ob Ihr Konto weiter senden darf. Bei Cold E-Mails geht Ihre erste Nachricht direkt an den Mailserver des Empfängers. Dieser entscheidet, ob er sie annimmt und wo er sie einsortiert. Grundlage dafür sind SPF, DKIM und DMARC Ihrer Domain, die Reputation Ihrer Domain, Bounces und Beschwerden. Diese Faktoren können Sie selbst einsehen und daran arbeiten, denn die DNS-Einträge, die Listenqualität und das Volumen pro Postfach liegen in Ihrer Hand.
Auch rechtlich gibt es Unterschiede. Das deutsche Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verlangt für Werbung per elektronischer Post eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, und das gilt auch im B2B-Bereich. Unser Leitfaden zu Cold-E-Mail-Automatisierung und der deutschen Einwilligungsregel erklärt das im Detail. In den USA verlangen die CAN-SPAM-Leitlinien der FTC in jeder kommerziellen E-Mail eine funktionierende Abmeldemöglichkeit, und Abmeldungen müssen Sie umsetzen. Nach der DSGVO gilt es als Verarbeitung personenbezogener Daten, wenn Sie Daten aus einem LinkedIn-Profil übernehmen. Dafür brauchen Sie eine Rechtsgrundlage, und die DSGVO sieht zudem Informationspflichten vor, wenn Sie die Daten nicht direkt bei der Person erhoben haben. Kein Tool klärt diese Fragen für Sie. Es kommt darauf an, wie Sie Ihre Akquise betreiben.
Vorlagen für die LinkedIn-Akquise
Halten Sie Notizen zur Kontaktanfrage kurz und konkret. LinkedIn begrenzt die Länge einer Notiz, also nennen Sie einen Grund für Ihre Anfrage statt eines Pitches.
- Notiz zur Kontaktanfrage: „Hallo {Vorname}, ich habe Ihren Beitrag zu {Thema} gelesen. Ich arbeite im Bereich {Bereich} mit {Unternehmenstyp} und würde Ihre Beiträge gern weiter verfolgen.“
- Erste Nachricht nach der Annahme: „Danke für die Vernetzung, {Vorname}. Kurze Frage: Wie geht {Unternehmen} heute mit {konkretes Problem} um? Kein Pitch, mich interessiert nur, ob das bei Ihnen auf der Agenda steht.“
- Follow-up: „Falls {Problem} in diesem Quartal keine Priorität hat, ist das völlig in Ordnung. Gibt es bei {Unternehmen} jemand anderen, der dafür zuständig ist?“
- Übergabe an E-Mail: „Ich schicke Ihnen gern eine kurze Erklärung per E-Mail. Ist {E-Mail-Adresse} noch die richtige Adresse?“ Schicken Sie diese erst, wenn die Person zugestimmt hat.
Wenn diese Erklärung ein Video ist, hängen Sie nicht die Rohdatei an. Gmail begrenzt die Größe privater Anhänge und wandelt größere Dateien in Drive-Links um, und die Wiedergabe direkt in der Mail funktioniert in den wenigsten Mailprogrammen zuverlässig. Mehr dazu in unserem Beitrag Video per E-Mail versenden. Für die E-Mail-Texte nach dem LinkedIn-Kontakt finden Sie passende Akquise-E-Mail-Vorlagen für jede Phase.
Wie bauen Sie LinkedIn-Kampagnen mit einem E-Mail-Schritt auf?
Eine typische Kampagne läuft in dieser Reihenfolge ab: Profil ansehen, Kontaktanfrage mit Notiz senden, nach der Annahme eine Nachricht schicken und dann zur E-Mail wechseln, wenn die Person zustimmt oder Sie eine rechtliche Grundlage für die E-Mail haben. Der E-Mail-Schritt bringt Arbeit mit sich, die LinkedIn Ihnen nie abverlangt. Sie brauchen eine eigene Versanddomain mit SPF, DKIM und DMARC, abgestimmt auf die Absenderadresse, eine bereinigte Liste und Volumina pro Postfach, die zum Warm-up-Stand der Domain passen. Ein Postfach im Warm-up sollte weniger versenden als ein bereits aufgewärmtes, und Follow-ups zählen zum selben Tagesvolumen wie Erstkontakte. Unser Artikel wie viele Cold E-Mails pro Tag und Postfach geht diese Volumina durch.
Ein häufiger Fehler sieht so aus: Jemand exportiert LinkedIn-Kontakte, errät die E-Mail-Adressen und importiert sie direkt in ein Versandtool. Geratene Adressen bouncen, und diese Bounces gehen zulasten Ihrer Domain. Bereinigen Sie die Liste vor jedem Import mit den Schritten aus E-Mail-Liste bereinigen für Cold Outreach, und prüfen Sie Ihre Einträge anhand der Anleitung SPF, DKIM und DMARC für Cold E-Mails einrichten.
Was leisten Dienstleister für LinkedIn-Akquise?
Ein Dienstleister für LinkedIn-Akquise führt die Kampagne für Sie durch. Meist heißt das: Notizen schreiben, die Zielliste aufbauen und von Ihrem Profil aus senden. Stellen Sie vor der Beauftragung zwei Fragen. Erstens: Loggt sich der Dienstleister in Ihr LinkedIn-Konto ein oder lässt er Automatisierung darauf laufen? Falls ja, trägt Ihr Konto das Risiko aus der Nutzervereinbarung, nicht seines. Zweitens: Wohin gehen die exportierten Kontaktdaten? Nach der DSGVO bleiben Sie dafür verantwortlich. Ein Dienstleister kann Ihnen die Arbeit abnehmen, aber für Ihr Profil und Ihre Daten bleiben Sie verantwortlich.
Wo EmailFlow OS ansetzt: der E-Mail-Schritt nach LinkedIn
EmailFlow OS automatisiert LinkedIn nicht. Es übernimmt den E-Mail-Kanal, an den die meisten LinkedIn-Kampagnen übergeben. Sie nehmen ein einziges Video auf und laden es in EmailFlow OS hoch, verbinden Ihr Brevo-Konto und Ihre Versanddomain und importieren Ihre Kontaktliste in EmailFlow OS. EmailFlow OS personalisiert diese eine Aufnahme dann für jeden einzelnen Empfänger, nicht nur pro Unternehmen. Jede Version geht aus Ihrem eigenen Postfach raus, über Ihr eigenes Brevo-Konto und Ihre eigene Versanddomain, niemals über einen gemeinsam genutzten Plattform-Absender. Ihre SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge, Ihre Absenderreputation und Ihre Liste bleiben in Konten, die Sie selbst kontrollieren. Die ausführliche Anleitung finden Sie unter Cold Outreach mit einem personalisierten Video, den Produktüberblick auf der Seite zu personalisierten Video-E-Mails mit EmailFlow OS.
Häufige Fragen
- Ist LinkedIn-Akquise kostenlos?
- Mit einem kostenlosen LinkedIn-Konto können Sie Kontaktanfragen senden und Ihren Kontakten schreiben. Um Personen zu erreichen, mit denen Sie nicht vernetzt sind, brauchen Sie InMail, das in kostenpflichtigen Tarifen wie Sales Navigator enthalten ist. Automatisierungstools von Drittanbietern sind separate Abos, und die Nutzervereinbarung von LinkedIn verbietet automatisierte Aktivität unabhängig vom Tarif.
- Kann LinkedIn mich wegen Akquise sperren?
- Ja. LinkedIn kann Konten verwarnen, einschränken oder schließen, die gegen die Nutzervereinbarung verstoßen, auch durch Bots, Erweiterungen oder Scraper, die Aktivitäten automatisieren. Auch manuelle Akquise, die Empfänger als Spam melden, kann zu Einschränkungen führen. Diese Entscheidung trifft allein LinkedIn. Bei E-Mail dagegen ist Ihre eigene Domain-Konfiguration einer der Faktoren, die empfangende Server bewerten.
- Sollte ich einen Kontakt zuerst auf LinkedIn oder per E-Mail ansprechen?
- LinkedIn eignet sich für einen leichten Erstkontakt, denn die Kontaktanfrage entscheidet, ob überhaupt ein Gespräch zustande kommt. E-Mail passt zu längeren Inhalten wie einem Video oder einer Zusammenfassung, und dort kontrollieren Sie Domain, DNS und Liste. Prüfen Sie in der EU vor dem Versand von Cold E-Mails Ihre Einwilligungsgrundlage: Das deutsche UWG verlangt für Werbe-E-Mails eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, auch im B2B-Bereich.