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Cold-Email-Software: Was Sie zuerst prüfen
Die kurze Antwort
Cold-Email-Software sollte von Ihrer eigenen Domain und Ihrem eigenen Konto senden, nicht über einen geteilten Plattform-Absender. Nur so passen DKIM und SPF zu Ihrer From-Adresse und DMARC kann bestehen. EmailFlow OS arbeitet genau so: Sie nehmen ein Video auf, verbinden Ihr Brevo-Konto und Ihre Versanddomain und importieren Ihre Kontakte. EmailFlow OS erstellt dann für jeden Empfänger eine eigene Version und versendet sie aus Ihrem Postfach. Unten finden Sie Checkliste, Cold-Email-Beispiele und Follow-up-Vorlagen.
In diesem Artikel
- Was muss Cold-Email-Software eigentlich können?
- Geteilte Absenderadresse oder eigene Domain – was ist richtig?
- Wie funktioniert EmailFlow OS als Cold-Email-Software?
- Wie sieht ein gutes Cold-Email-Beispiel aus?
- Was ist eine Follow-up-E-Mail im Vertrieb und wann schicken Sie sie?
- Follow-up-E-Mail-Beispiele: Was können Sie konkret schicken?
- Gibt es eine Follow-up-E-Mail-Vorlage zum Ausfüllen?
- Häufige Fragen
Was muss Cold-Email-Software eigentlich können?
Die meisten Vergleiche von Cold-Email-Software stellen Funktionstabellen nebeneinander. Wenn Sie Ihr eigenes Brevo-Konto und Ihre eigene Versanddomain betreiben, zählen aber nur wenige Punkte wirklich: Welche Domain signiert die Mail? Wo liegt die Kontaktliste? Was passiert, wenn jemand keine weiteren Nachrichten möchte? Diese Anforderungen legen wir an jedes Cold-Mailing-Tool an – auch an EmailFlow OS selbst:
- Versand von Ihrer Domain. Die From-Adresse und das d=-Tag der DKIM-Signatur sollten beide Ihre Domain sein. Dann besteht DMARC über das Alignment mit Ihren eigenen DNS-Einträgen, statt sich auf die Reputation eines geteilten Absenders zu stützen.
- Kontaktliste direkt beim Absender. Importe, Abmeldungen und Sperrlisten gehören an denselben Ort, von dem aus die Mails verschickt werden. So bekommt eine abgemeldete Adresse nicht über ein zweites System doch wieder Post.
- One-Click-Unsubscribe. RFC 8058 definiert den Header List-Unsubscribe-Post, und Gmail und Yahoo verlangen ihn von allen, die mehr als 5.000 Nachrichten pro Tag an ihre Nutzer senden.
- Unter dem SPF-Limit von 10 Lookups bleiben. RFC 7208 begrenzt die SPF-Auswertung auf 10 DNS-Lookups, und jeder zusätzliche Versanddienst im Eintrag verbraucht einen Teil davon.
- Personalisierung pro Empfänger, nicht pro Firma. Zwei Personen im selben Unternehmen erhalten zwei unterschiedliche Nachrichten – eine weitergeleitete Mail verrät also keinen Serienbrief.
- Hard Bounces entfernen. Ein 5.1.1 (User unknown) sollte die Adresse von der Liste nehmen und keinen erneuten Zustellversuch auslösen.
Wie gewichten Sie diese Punkte? Bei weniger als ein paar hundert Mails pro Tag sind Alignment und sauberes Abmeldehandling wichtiger als Durchsatz-Funktionen. Wenn Sie nach Deutschland senden, klären Sie zuerst die Liste: § 7 UWG verlangt für E-Mail-Werbung eine vorherige Einwilligung, und das gilt auch im B2B. Diese Frage kann Ihnen keine Software abnehmen.
Geteilte Absenderadresse oder eigene Domain – was ist richtig?
Senden Sie von Ihrer eigenen Domain. EmailFlow OS verschickt jede Nachricht aus dem Postfach des Kunden, über dessen eigenes Brevo-Konto und dessen eigene Versanddomain. Einen geteilten Plattform-Absender gibt es nicht. Der technische Grund ist DMARC: Eine Nachricht besteht DMARC nur, wenn SPF oder DKIM besteht und die geprüfte Domain mit der Domain im sichtbaren From-Header übereinstimmt. Signiert ein Tool mit seiner eigenen Domain, während im From Ihre Domain steht, hängt das Alignment davon ab, wie dieses Tool konfiguriert ist – und darauf haben Sie keinen Einfluss.
Der zweite Grund ist die Reputation. Bei einem geteilten Absender landen Beschwerden anderer Kunden auf einer Infrastruktur, die Sie mitnutzen, und wenn Sie das Tool wechseln, bleibt die aufgebaute Reputation zurück. Mit Ihrer eigenen Domain gehört die Reputation Ihnen – das Risiko allerdings auch. Googles Regeln für Bulk-Sender erwarten in den Postmaster Tools eine Spamrate unter 0,3 %, und Beschwerden werden Ihrer Domain angerechnet. Eine brandneue Domain hat außerdem keine Historie. Sie müssen eine neue Versanddomain aufwärmen, bevor Sie Volumen hochfahren, und Ihre SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge müssen vor dem ersten Versand stehen.
Wie funktioniert EmailFlow OS als Cold-Email-Software?
Der Ablauf hat eine feste Reihenfolge. Erstens nehmen Sie ein Video auf und laden es in EmailFlow OS hoch. Zweitens verbinden Sie Ihr Brevo-Konto und Ihre Versanddomain. Drittens importieren Sie Ihre Kontaktliste in EmailFlow OS – dort liegt die Liste ab diesem Zeitpunkt. EmailFlow OS nimmt dann diese eine Aufnahme und erstellt für jeden Empfänger auf der Liste eine personalisierte Version. Das heißt: eine pro Person, nicht eine pro Firma. Jede Version geht aus Ihrem eigenen Postfach raus, über Ihr Brevo-Konto und Ihre Domain.
Was bedeutet das in der Praxis? Sie nehmen einmal auf, nicht einmal pro Kontakt. Ihre DNS-Einträge, Ihr Brevo-Konto und Ihre Domain bleiben unter Ihrer Kontrolle; EmailFlow OS arbeitet über sie, statt sie zu ersetzen. Eine personalisierte Videobotschaft pro Empfänger bedeutet außerdem, dass zwei Ansprechpartner im selben Unternehmen nicht dasselbe Video bekommen.
Es gibt auch Dinge, die EmailFlow OS nicht übernimmt. Ob eine Nachricht im Posteingang landet, entscheidet nicht EmailFlow OS, sondern der empfangende Server – anhand von Authentifizierung, Reputation und Inhalt. EmailFlow OS macht eine Liste auch nicht rechtlich zulässig. Entscheidungen über Einwilligung und berechtigtes Interesse bleiben bei Ihnen.
Wie sieht ein gutes Cold-Email-Beispiel aus?
Ein Cold-Email-Beispiel ist dann brauchbar, wenn es kurz ist, einen einzigen Anlass nennt, eine einzige Bitte stellt und einen einfachen Ausstieg bietet. Die folgenden fünf Beispiele sind vollständig ausformuliert. Setzen Sie Ihre eigenen Fakten ein, statt sie wörtlich zu übernehmen:
- Anlass-Ereignis. Betreff: Ihr Standort in Hamburg. Hallo {vorname}, ich habe gesehen, dass {firma} in diesem Frühjahr ein Büro in Hamburg eröffnet. Ein zweiter Standort heißt meistens, dass die Onboarding-Mails für ein neues Team neu geschrieben werden müssen. Ich habe ein kurzes Video aufgenommen, wie ich das bei Ihnen angehen würde. Sind Ihnen 15 Minuten nächste Woche das wert? Falls nicht, antworten Sie einfach mit „nein“ – dann belasse ich es dabei.
- Problem zuerst. Betreff: Support-Rückstau nach dem Launch. Hallo {vorname}, nach einem Produktlaunch sehen die meisten Support-Teams dieselben Tickets dutzendfach. Ich habe einen zweiminütigen Walkthrough zusammengestellt, wie wir wiederkehrende Tickets reduziert haben. Soll ich ihn schicken, oder steht das Thema dieses Quartal nicht auf Ihrer Liste?
- Kurzes Video. Betreff: Ein Video für Sie, {vorname}. Hallo {vorname}, statt einer langen Mail habe ich ein kurzes Video aufgenommen. Es geht um eine Idee für den Outbound-Prozess von {firma} und dauert etwa eine Minute. Wenn es nicht passt, antworten Sie mit „gerade nicht“ – dann hören Sie nichts mehr von mir.
- Gemeinsamer Kontext. Betreff: Nach Ihrem Vortrag auf der {veranstaltung}. Hallo {vorname}, Ihr Punkt auf der {veranstaltung} zu langsamen Übergaben zwischen Vertrieb und Onboarding ist mir hängen geblieben. Genau an dieser Übergabe arbeiten wir. Hätten Sie Donnerstag oder Freitag Zeit für ein kurzes Gespräch?
- Direkte Frage. Betreff: Wer verantwortet Outbound bei {firma}? Hallo {vorname}, ich suche die Person, die bei {firma} für Outbound-E-Mails zuständig ist. Sind Sie das, oder können Sie mich an die richtige Person verweisen? Danke in jedem Fall.
Welche Variante passt wann? Das Anlass-Ereignis nutzen Sie, wenn es einen öffentlichen, aktuellen Fakt gibt, auf den Sie sich beziehen können. „Problem zuerst“ passt, wenn Sie den Schmerzpunkt kennen, aber nicht die Person. Die Video-Variante funktioniert, wenn Sie etwas aufgenommen haben, das sich anzusehen lohnt. Die direkte Frage verwenden Sie, wenn Sie nicht wissen, wer für das Thema zuständig ist. Jede Variante endet mit einer Ausstiegsmöglichkeit, und die Betreffzeilen sind kurz und wörtlich gemeint. In unseren Cold-Email-Betreff-Beispielen erklären wir, warum irreführende Betreffzeilen mit CAN-SPAM kollidieren.
Was ist eine Follow-up-E-Mail im Vertrieb und wann schicken Sie sie?
Eine Follow-up-E-Mail im Vertrieb ist jede spätere Nachricht in einer bestehenden Konversation – an einen Kontakt, der noch nicht geantwortet hat, oder an jemanden, mit dem Sie gerade telefoniert haben. Technisch ist ein echtes Follow-up eine Antwort: Es trägt die Header In-Reply-To und References, die auf die Message-ID der früheren Nachricht verweisen. So funktioniert das Threading nach RFC 5322, und Mailprogramme zeigen die Nachricht unter der ersten Mail an. Ein „AW:“ oder „Re:“ vor einer komplett neuen Nachricht gibt etwas vor, was sie nicht ist – und das merken die Empfänger.
Für das Timing gibt es keine Standardzahl. Lassen Sie zwischen den Nachrichten einige Werktage Abstand, bringen Sie jedes Mal etwas Neues mit und hören Sie nach einer kleinen, festen Zahl von Kontakten auf. Manche Signale gehen jedem Zeitplan vor: Ein ausdrückliches „Nein“, ein Klick auf Abmelden oder ein Hard Bounce bedeutet, dass keine weiteren Follow-ups folgen. Googles Bulk-Sender-Regeln verlangen, Abmeldungen innerhalb von zwei Tagen umzusetzen. CAN-SPAM erlaubt 10 Werktage, aber das ist eine Obergrenze, kein Ziel. Unser Leitfaden zu Follow-up-Timing und Threading in der Kaltakquise geht die Taktung Schritt für Schritt durch.
Follow-up-E-Mail-Beispiele: Was können Sie konkret schicken?
Jedes der folgenden Follow-up-Beispiele wird als Antwort im selben Thread verschickt, behält den ursprünglichen Betreff bei und liefert genau eine neue Information:
- Keine Antwort, neuer Aspekt. Hallo {vorname}, eine Sache habe ich letztes Mal ausgelassen: Der erwähnte Walkthrough zeigt auch, wie Sie Leads an das Onboarding übergeben, ohne Daten doppelt einzugeben. Soll ich ihn Ihnen schicken?
- Zusammenfassung nach dem Gespräch. Hallo {vorname}, danke für Ihre Zeit heute. Wie besprochen prüfen Sie das Setup der Versanddomain mit Ihrer IT, und ich schicke Ihnen bis Mittwoch die beiden Beispiele, über die wir gesprochen haben. Sagen Sie gern Bescheid, falls ich etwas vergessen habe.
- Video-Follow-up. Hallo {vorname}, ich habe ein kurzes Video aufgenommen, das Ihre Frage zum DMARC-Alignment beantwortet. Es dauert etwa eine Minute. Wenn es Ihnen lieber ist, gehe ich es auch gern live mit Ihnen durch.
- Falscher Ansprechpartner. Hallo {vorname}, falls Outbound nicht in Ihren Bereich fällt: Können Sie mir sagen, wer bei {firma} dafür zuständig ist? Ein Name reicht völlig.
- Abschluss. Hallo {vorname}, da ich nichts von Ihnen gehört habe, gehe ich davon aus, dass der Zeitpunkt nicht passt, und melde mich nicht mehr. Falls sich das ändert, finden Sie mich in diesem Thread.
Welches Beispiel passt wann? Das Beispiel mit dem neuen Aspekt nutzen Sie nur, wenn Sie wirklich einen neuen Aspekt haben. Die Zusammenfassung schicken Sie innerhalb eines Tages nach dem Gespräch, solange beide Seiten die Details noch präsent haben. Das Video-Beispiel passt nach einer konkreten Frage. Die Abschluss-Mail sollte Ihre letzte Nachricht sein – und danach müssen Sie tatsächlich aufhören, sonst ist sie nur ein weiteres Nachhaken.
Gibt es eine Follow-up-E-Mail-Vorlage zum Ausfüllen?
Ja. Diese Follow-up-E-Mail-Vorlage für den Vertrieb hat vier Platzhalter. Füllen Sie jeden davon aus, sonst liest sich die Mail wie eine automatische Erinnerung:
Hallo {vorname}, {ein neuer Fakt: eine Ressource, ein Ergebnis aus ihrem eigenen Umfeld, eine Antwort auf ihre Frage}. {warum das für ihre Rolle wichtig ist, in einem Satz}. {eine Frage, die sich mit Ja oder Nein beantworten lässt}? Falls das gerade keine Priorität hat, reicht ein kurzes „gerade nicht“ – dann schließe ich den Thread. {Signatur mit Postanschrift}
Einige Fehler lassen diese Vorlage scheitern. Wenn Sie nur {firma} ausfüllen, wird daraus ein Serienbrief pro Firma: Zwei Personen im selben Unternehmen bekommen identischen Text, und leitet einer die Mail an den anderen weiter, ist der Serienbrief offensichtlich. Ein Follow-up ohne neue Information ist bloßes Nachhaken. Wenn Sie es als neuen Thread statt als Antwort schicken, geht der Kontext verloren. Fehlt die Postanschrift, verstoßen Sie gegen die CAN-SPAM-Anforderung für kommerzielle E-Mails. Acht weitere ausgefüllte Varianten finden Sie in unserer Sammlung von Follow-up-E-Mail-Vorlagen für den Vertrieb.
Häufige Fragen
- Was ist Cold-Email-Software?
- Cold-Email-Software importiert eine Kontaktliste, personalisiert Nachrichten und versendet sie an Personen, mit denen Sie bisher keinen Kontakt hatten. EmailFlow OS macht das mit Video: Sie nehmen ein Video auf, EmailFlow OS erstellt für jeden Empfänger eine eigene Version und versendet sie aus Ihrem eigenen Postfach – über Ihr eigenes Brevo-Konto und Ihre eigene Versanddomain, nicht über eine geteilte Plattform-Adresse.
- Brauche ich für Cold-Email-Software eine eigene Domain?
- Wenn DMARC zu Ihren Bedingungen bestehen soll, ja. DMARC besteht nur, wenn SPF oder DKIM besteht und diese Domain zum From-Header passt. Senden Sie von Ihrer eigenen Domain, gehören Alignment und Reputation Ihnen. Senden Sie über einen geteilten Absender, hängt das Alignment von der Konfiguration eines Dritten ab.
- Was verlangt Gmail von Bulk-Sendern bei Cold Emails?
- Seit Februar 2024 brauchen alle, die mehr als 5.000 Nachrichten pro Tag an Gmail-Nutzer senden, SPF, DKIM und einen DMARC-Eintrag mit mindestens p=none. Außerdem sind One-Click-Unsubscribe nach RFC 8058, die Umsetzung von Abmeldungen innerhalb von zwei Tagen und eine Spamrate unter 0,3 % in den Postmaster Tools Pflicht.
- Sind Cold Emails in der EU erlaubt?
- Das hängt vom Land ab. Unter der DSGVO stützen sich B2B-Cold-Emails meist auf das berechtigte Interesse nach Art. 6 Abs. 1 lit. f, und Art. 14 verlangt, Betroffene innerhalb eines Monats darüber zu informieren, woher Sie ihre Daten haben. Deutschland ist strenger: § 7 UWG verlangt für E-Mail-Werbung eine vorherige Einwilligung, auch im B2B.